Google-Unternehmensprofil optimieren: Die 10 Punkte, die wirklich zählen
Von Leon, Gründer von LokalwendeAktualisiert am 7 Min. Lesezeit
Die kurze Antwort
Wähle die genaueste Hauptkategorie, halte Öffnungszeiten samt Feiertagen aktuell, lade echte Fotos hoch, trag deine Leistungen ein und verlinke deine Website. Laut Google entscheiden Relevanz, Entfernung und Bekanntheit darüber, wer in der lokalen Suche erscheint. Die Entfernung kannst du nicht ändern, Relevanz und Bekanntheit schon.
Wenn jemand in deiner Nähe „Bäckerei“, „Physiotherapie“ oder „Elektriker Notdienst“ sucht, zeigt Google oben eine Karte mit drei Betrieben. Wer dort steht, bekommt einen großen Teil der Anrufe. Und das Beste: Der Eintrag dafür, das Google-Unternehmensprofil, ist kostenlos.
Hier gehe ich die zehn Punkte durch, die bei kleinen Betrieben den Unterschied machen. Die meisten erledigst du an einem Nachmittag, und du brauchst dafür keine Agentur.
Wie entscheidet Google, wer oben steht?
Google nennt selbst drei Faktoren für die lokale Suche:
- Relevanz: Passt dein Profil zu dem, was jemand sucht? Das steuerst du über Kategorie, Leistungen und Beschreibung.
- Entfernung: Wie weit bist du vom Suchenden oder vom gesuchten Ort entfernt? Daran kannst du nichts ändern.
- Bekanntheit: Wie bekannt ist dein Betrieb? Dazu zählen laut Google Anzahl und Qualität deiner Bewertungen, Erwähnungen im Netz und auch, wie gut deine Website in der normalen Google-Suche abschneidet.
Und Google schreibt ausdrücklich: Eine bessere Platzierung kann man weder beantragen noch kaufen. Wer dir am Telefon etwas anderes erzählt, will dir etwas verkaufen. Wie du solche Anrufe erkennst, steht in Anruf wegen deines Google-Eintrags? So erkennst du die Abzocke.
Die 10 wichtigsten Punkte im Profil
1. Profil übernehmen und bestätigen
Oft gibt es deinen Betrieb bei Google schon, angelegt von Google selbst oder von einem Kunden. Such ihn in Google Maps und wähle „Inhaber dieses Unternehmens?“. Danach musst du bestätigen, dass der Betrieb dir gehört. Je nach Betrieb geht das per Video, Telefon, SMS, Mail oder Postkarte. Erst danach kannst du alles bearbeiten.
2. Den echten Namen verwenden
Trag den Namen ein, der auch auf deinem Schild, deinem Briefkopf oder deiner Rechnung steht. Zusätze wie „Friseur Hamburg günstig“ verstoßen gegen Googles Richtlinien. Das mag kurzfristig helfen, kann aber dazu führen, dass Google dein Profil sperrt.
3. Die genaueste Hauptkategorie wählen
Die Hauptkategorie ist die wichtigste Angabe im ganzen Profil. Sie bestimmt, bei welchen Suchen du überhaupt infrage kommst. Nimm die genaueste, die deinen Kern trifft: „Sanitärinstallateur“ statt „Bauunternehmen“, „Pizzeria“ statt „Restaurant“, wenn du vor allem Pizza machst. Für Nebenleistungen gibt es zusätzliche Kategorien.
4. Adresse oder Einzugsgebiet angeben
Kommen Kunden zu dir, gehört die genaue Adresse ins Profil. Fährst du zu deinen Kunden, etwa als Handwerker oder mobile Pflege, kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen dein Einzugsgebiet angeben, also die Orte, in denen du arbeitest.
5. Öffnungszeiten pflegen, auch an Feiertagen
Nichts ärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür trotz „Geöffnet“ bei Google. Trag deine regulären Zeiten ein und nutze vor Feiertagen und Urlauben die Sonderöffnungszeiten. Das dauert eine Minute und zeigt Google und Kunden, dass hier jemand aufpasst.
6. Telefon und Website eintragen
Die Telefonnummer sollte eine sein, unter der auch jemand abnimmt. Als Website verlinkst du deine eigene Website, nicht Instagram oder ein Portal. Dort finden Interessenten alles, wofür im Profil kein Platz ist.
7. Eine Beschreibung schreiben, die Kunden hilft
Du hast bis zu 750 Zeichen. Schreib, was du anbietest, für wen und was dich ausmacht, in normalen Worten. Keine Aneinanderreihung von Suchbegriffen und keine Links oder Rabattaktionen, das erlaubt Google in der Beschreibung nicht.
8. Leistungen oder Produkte eintragen
Im Bereich Leistungen kannst du einzelne Angebote mit Beschreibung und auf Wunsch mit Preis anlegen. Das hilft Google, dich bei konkreten Suchen wie „Wallbox installieren“ oder „Kinderhaarschnitt“ zu zeigen.
9. Echte Fotos hochladen
Laut Google bekommen Profile mit Fotos mehr Anfragen nach dem Weg und mehr Klicks auf die Website. Lade echte Bilder hoch: dein Laden von außen (damit man ihn wiedererkennt), innen, dein Team, deine Arbeit. Handyfotos bei Tageslicht reichen völlig. Neue Fotos alle paar Wochen zeigen, dass der Betrieb lebt.
10. Um Bewertungen bitten und auf jede antworten
Bewertungen sind für die Bekanntheit und für das Vertrauen neuer Kunden entscheidend. Wie du mehr davon bekommst, ohne gegen Regeln zu verstoßen, steht in Mehr Google-Bewertungen bekommen. Wie du richtig antwortest, auch auf Kritik, in Auf Google-Bewertungen antworten.
Worauf es in deiner Branche ankommt
- Gastronomie & BäckereiSpeisekarte verlinken, Fotos von Gerichten und Gastraum, Merkmale wie Terrasse oder vegetarische Gerichte. Und vor jedem Feiertag die Sonderöffnungszeiten.
- HandwerkEinzugsgebiet sauber angeben und Leistungen einzeln eintragen. Fotos von fertigen Arbeiten wirken mehr als jedes Logo.
- Beauty & FitnessLeistungen mit Preisen eintragen und dein Buchungstool als Terminlink hinterlegen, wenn Google es bei dir anbietet.
- GesundheitSprechzeiten aktuell halten, Barrierefreiheit als Merkmal angeben. Bei Antworten auf Bewertungen nie Details zur Behandlung nennen.
Warum das Profil allein nicht reicht
Das Profil ist die Tür, aber die Website ist der Laden dahinter. Zwei Gründe:
- Google schaut auf deine Website. Zur Bekanntheit zählt laut Google auch, wie gut deine Website in der normalen Suche abschneidet. Ein Profil ohne Website verschenkt diesen Punkt.
- Menschen wollen mehr wissen. Wer im Profil auf „Website“ tippt, will Leistungen, Preise und Gesichter sehen. Führt der Link ins Leere oder auf eine veraltete Seite, ist der Kunde weg.
Wichtig ist außerdem, dass Name, Adresse und Telefonnummer auf Website und Profil genau gleich geschrieben sind. Dann ordnet Google beides eindeutig deinem Betrieb zu. Mehr dazu: Brauche ich als kleiner Betrieb noch eine eigene Website?
