Ratgeber · Dein Google-Profil

Google-Unternehmensprofil gesperrt oder verschwunden: Was du jetzt tun kannst

Von Leon Düring, Gründer von LokalwendeAktualisiert am 6 Min. Lesezeit

Die kurze Antwort

Lies im Einspruchstool von Google, gegen welche Richtlinie dein Profil verstoßen haben soll, und behebe das zuerst – meist Suchbegriffe im Namen, eine Adresse ohne Kundenverkehr oder ein doppeltes Profil. Dann legst du Einspruch ein und lädst innerhalb von 60 Minuten Nachweise wie Gewerbeanmeldung oder eine Versorgerrechnung hoch. Leg währenddessen kein neues Profil an.

Gestern noch bei Google Maps, heute weg: Wenn das Unternehmensprofil gesperrt ist oder nicht mehr angezeigt wird, fehlen Anrufe, Wegbeschreibungen und Bewertungen auf einen Schlag. Die gute Nachricht: Meist lässt sich die Ursache eingrenzen, und bei einer Sperre nennt Google den Grund. Hier steht, wie du die Fälle unterscheidest, welche Fehler typisch sind und wie du einen Einspruch vorbereitest, der durchgeht.

Gesperrt, unsichtbar oder doppelt? Erst unterscheiden

Nicht jedes verschwundene Profil ist gesperrt. Melde dich mit dem Google-Konto an, das das Profil verwaltet, und vergleiche:

Was du siehstWahrscheinliche UrsacheWas hilft
Im Profil steht ein Hinweis auf eine Sperre oder EinschränkungVerstoß gegen Googles RichtlinienGrund beheben, dann Einspruch (siehe unten)
Das Profil ist da, aber Kunden finden es nichtEs ist noch nicht bestätigt. Laut Google erscheinen nur bestätigte Unternehmen in Suche und Maps.Bestätigung abschließen, wie in Google-Unternehmensprofil optimieren beschrieben
Du hast gerade etwas geändert oder neu angelegtÄnderungen brauchen laut Google bis zu drei Tage, neue Unternehmen bis zu einem Monat, bis sie im Ranking auftauchenAbwarten, nichts doppelt anlegen
Es gibt zwei Profile, eines ist als Duplikat markiertPro Unternehmen ist nur ein Profil erlaubt. Ein Duplikat zeigt Google weder in der Suche noch in Maps.Das bestätigte Profil behalten, das Duplikat entfernen. Dessen Inhalte gehen dabei verloren.
Das Profil zeigt „vorübergehend“ oder „dauerhaft geschlossen“, obwohl du geöffnet hastGoogle-Nutzer können einen Ort als geschlossen melden, oder die Schließung wurde versehentlich gesetztDen Standort in den Öffnungszeiten wieder als geöffnet kennzeichnen

Woran erkennst du, dass dein Profil gesperrt ist?

Öffne dein Unternehmensprofil, während du mit dem Google-Konto angemeldet bist, das es verwaltet. Ist es gesperrt, zeigt Google dort einen Hinweis an. Laut der Google-Hilfe zu gesperrten Profilen sperrt Google Profile, die gegen die Richtlinien verstoßen. Im Einspruchstool siehst du dann die Einschränkung, den Grund und einen Link zu der Richtlinie, gegen die das Profil verstoßen haben soll.

Prüf zuerst eine Sache, bevor du am Profil herumsuchst: Ist dein Google-Konto selbst eingeschränkt? Dann musst du laut Google zuerst für das Konto Einspruch einlegen. Erst wenn das Konto wieder frei ist, lässt sich das Profil reaktivieren.

Welche Gründe führen am häufigsten zur Sperre?

Fast alle Sperren lassen sich auf die Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen zurückführen. In der Praxis sind es meist dieselben Fehler:

  • Suchbegriffe im Namen. Der Profilname muss so lauten wie dein Betrieb draußen am Schild und auf der Rechnung. „Malermeister Huber – Fassade, Innenputz, Würzburg“ ist ein Verstoß, „Malermeister Huber“ nicht.
  • Eine Adresse, an der keine Kunden empfangen werden. Wer zum Kunden fährt, wie die meisten Handwerker, gibt ein Einzugsgebiet an und blendet die Adresse aus. Eine sichtbare Wohnadresse ohne Kundenverkehr oder ein virtuelles Büro passt nicht zu den Regeln.
  • Zwei Profile für denselben Betrieb. Ein Standort, ein Profil. Ein zweites Profil, um in mehr Orten zu erscheinen, verstößt gegen die Richtlinien und ist ein häufiger Sperrgrund.
  • Umzug oder Namensänderung ohne erneute Bestätigung. Ändert sich die Adresse, verlangt Google oft eine neue Bestätigung. Bis dahin kann das Profil eingeschränkt sein.
  • Angaben, die nicht zusammenpassen. Steht im Profil ein anderer Name oder eine andere Adresse als im Impressum deiner Website, auf der Rechnung oder am Briefkasten, hat Google Grund zum Zweifel.

Wie legst du Einspruch ein?

Der Weg führt über das Einspruchstool aus der Google-Hilfe zu Einsprüchen. Gerade bei Sperren ist es der vorgesehene Weg, auch für Betriebe in Deutschland.

  1. Erst den Grund beheben. Lies den Grund im Einspruchstool und bring das Profil in Ordnung: Namen kürzen, Adresse ausblenden, doppeltes Profil melden. Ein Einspruch für ein Profil, das weiter gegen die Regeln verstößt, wird abgelehnt.
  2. Nachweise bereitlegen, bevor du startest. Google nennt als Belege etwa die Gewerbeanmeldung, Steuerbescheinigungen oder Rechnungen von Versorgern wie Strom oder Telefon. Name und Adresse darauf müssen zu deinem Profil passen.
  3. Einspruch einreichen und innerhalb einer Stunde die Belege hochladen. Das Formular für die Nachweise muss laut Google innerhalb von 60 Minuten abgeschickt werden. Wer erst dann anfängt, Dokumente zu suchen, verliert den Lauf.
  4. Einmal einreichen, dann warten. Mehrere Einsprüche für dasselbe Problem verzögern die Prüfung eher. Den Stand siehst du im Einspruchstool: eingereicht, genehmigt oder nicht genehmigt. Die Entscheidung kommt zusätzlich per Mail.

Abgelehnt? Dann kannst du laut Google eine erneute Prüfung mit zusätzlichen Nachweisen anstoßen, die du beim ersten Mal nicht dabeihattest. Ein Foto des Firmenschilds, des beschrifteten Fahrzeugs oder des Ladens hilft dabei, die Echtheit zu zeigen, ist aber kein offiziell geforderter Beleg.

So klappt es in deiner Branche

  • HandwerkFährst du zu den Kunden, gib ein Einzugsgebiet an und blende die Adresse aus. Für den Nachweis eignen sich Gewerbeanmeldung und eine Telefonrechnung auf den Betriebsnamen.
  • Gastronomie & BäckereiName im Profil wie über der Tür, ohne „beste Pizza“ oder Ortsnamen dahinter. Ein Foto der Außenansicht mit Schild hilft bei einer erneuten Prüfung.
  • GesundheitBei Praxen mit mehreren Behandlern im Profil nur den Praxisnamen nutzen, wie er am Praxisschild steht. Eigene Profile für einzelne Behandler hat Google gesondert geregelt.
  • Beauty & FitnessArbeitest du von zu Hause, ohne dass Kundinnen zu dir kommen, gehört die Adresse ausgeblendet. Kommen sie zu dir, muss sie sichtbar sein und zum Klingelschild passen.

Wie verhinderst du die nächste Sperre?

Die meisten Sperren entstehen durch Widersprüche, nicht durch böse Absicht. Halte deshalb an jeder Stelle dieselben Angaben, Wort für Wort: Profil, Website, Impressum, Rechnungen, Schild.

  • Ein Name, überall gleich. Kein Zusatz im Profil, der draußen nicht am Schild steht.
  • Die Website als Beleg. Eine eigene Website mit Impressum zeigt Google und Kunden, dass es deinen Betrieb wirklich unter diesem Namen und dieser Adresse gibt. Das Profil allein kann das nicht.
  • Änderungen mit Plan. Vor einem Umzug oder einer Umbenennung erst Website und Impressum anpassen, dann das Profil, dann mit der erneuten Bestätigung rechnen.
  • Keine Abkürzungen über Dritte. Wer anruft und dir verspricht, die Sperre gegen Geld aufzuheben, arbeitet nicht für Google. Mehr dazu in Anruf wegen Google-Eintrag: So erkennst du Abzocke.

Was du am Profil sonst noch verbessern kannst, wenn es wieder online ist, steht in Google-Unternehmensprofil optimieren.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen zum Thema

Warum hat Google mein Unternehmensprofil gesperrt?

Weil Google einen Verstoß gegen die Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen sieht. Häufig sind Suchbegriffe im Namen, eine sichtbare Adresse, an der keine Kunden empfangen werden, ein zweites Profil für denselben Betrieb oder ein Umzug ohne neue Bestätigung. Den konkreten Grund zeigt Google im Einspruchstool an.

Welche Nachweise akzeptiert Google beim Einspruch?

Google nennt zum Beispiel die Gewerbeanmeldung, Steuerbescheinigungen und Rechnungen von Versorgern wie Strom oder Telefon. Name und Adresse auf den Dokumenten müssen zum Profil passen. Leg die Dateien vorher bereit: Das Formular für die Nachweise muss innerhalb von 60 Minuten abgeschickt werden.

Soll ich ein neues Profil anlegen, wenn das alte gesperrt ist?

Nein. Google schreibt ausdrücklich, dass du während der Prüfung kein neues Profil für dasselbe Unternehmen erstellen sollst. Ein zweites Profil verstößt selbst gegen die Richtlinien und erschwert die Reaktivierung des ersten.

Was kann ich tun, wenn mein Einspruch abgelehnt wurde?

Eine erneute Prüfung mit zusätzlichen Nachweisen anstoßen, die beim ersten Mal fehlten. Vorher lohnt ein zweiter Blick auf das Profil: Steht der Name exakt so wie am Schild, passt die Adresse zu Impressum und Rechnungen? Ein Einspruch für ein Profil, das weiter gegen die Regeln verstößt, hat keine Chance.

Warum wird mein Google-Unternehmensprofil nicht angezeigt?

Meist, weil es noch nicht bestätigt ist: Laut Google erscheinen nur bestätigte Unternehmen in Suche und Maps. Andere Gründe sind eine Sperre wegen eines Richtlinienverstoßes, ein Duplikat, das Google ausblendet, oder eine frische Änderung, die bis zu drei Tage braucht. Neue Unternehmen können bis zu einem Monat brauchen, bis sie im Ranking auftauchen.

Leon, Gründer von Lokalwende
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Wer dahintersteht

Wer hier schreibt

Ich bin Leon Düring aus Franken. Meine ersten Websites habe ich mit 16 gebaut, mit 18 hatte ich mein erstes Gewerbe dafür. Danach habe ich E-Commerce studiert und arbeite seit drei Jahren in der Conversion-Optimierung für große Online-Shops. Ich weiß also ziemlich genau, warum Besucher anrufen oder wieder gehen.

Lokalwende gibt es, weil kleine Betriebe dabei oft hinterherhängen. Eine Agentur ist zu teuer und die Website muss nach ein paar Jahren wieder komplett neu gebaut werden, ein Baukasten frisst den Feierabend.

Bei mir gibt es keine Hotline und kein Ticketsystem, sondern meine Handynummer. Ich betreue Betriebe in ganz Deutschland, per Telefon, Mail und WhatsApp. Mehr über mich

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