Google-Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt, kostenlos und richtig bestätigt
Von Leon Düring, Gründer von LokalwendeVeröffentlicht am 6 Min. Lesezeit
Die kurze Antwort
Ein Google-Unternehmensprofil ist kostenlos. Such zuerst in Google Maps, ob es deinen Betrieb schon gibt, und übernimm ihn dann, statt ein zweites Profil anzulegen. Sonst legst du über business.google.com/add an: Name genau wie am Schild, eine passende Kategorie, Adresse nur bei Kundenverkehr, sonst Einzugsgebiet. Sichtbar wird das Profil erst nach der Bestätigung, deren Methode Google vorgibt.
Ein Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und in einer Viertelstunde angelegt. Die Zeit kostet das, was danach kommt: die Bestätigung, und die Korrektur von Angaben, die man beim Anlegen falsch gewählt hat. Hier steht, was du vorher prüfst, welche Angaben beim Anlegen zählen und wie die Bestätigung abläuft.
Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?
Nichts. Google schreibt in der Hilfe, dass du dein Profil kostenlos hinzufügen oder beanspruchen kannst. Auch die Bestätigung, das Bearbeiten und das Antworten auf Bewertungen kosten nichts.
Geld kostet nur, was du freiwillig dazubuchst, etwa Anzeigen bei Google. Wer dich anruft und für das Anlegen, Bestätigen oder „Freischalten“ deines Eintrags Geld verlangt, arbeitet nicht für Google: So erkennst du die Abzocke.
Was prüfst du, bevor du ein Profil anlegst?
Drei Dinge, sonst legst du ein Profil an, das es nicht geben darf.
- Gibt es dich schon? Viele Betriebe stehen bei Google, ohne dass der Inhaber es weiß, angelegt von Google selbst oder von Kunden. Such in Google Maps nach deinem Namen und Ort. Findest du dich, legst du kein neues Profil an, sondern übernimmst das vorhandene. Wie das geht, steht in Google-Unternehmensprofil optimieren. Verwaltet es schon jemand anderes, hilft Zugriff anfordern.
- Darfst du ein Profil haben? Ein Profil gibt es laut Google nur für Betriebe mit persönlichem Kundenkontakt: Kunden kommen zu dir, oder du fährst zu ihnen. Reine Online-Geschäfte bekommen keins.
- Welches Google-Konto nimmst du? Du brauchst ein Google-Konto, das geht auch mit einer normalen E-Mail-Adresse ohne Gmail. Nimm eine Adresse, die zum Betrieb gehört und nicht an einer Person hängt, etwa info@ statt der privaten Adresse eines Mitarbeiters. Wer das Konto hat, hat das Profil.
Noch nicht eröffnet? Dann kannst du das Profil trotzdem schon anlegen und ein Eröffnungsdatum bis zu ein Jahr im Voraus eintragen. Was das für die Planung heißt, steht in Frisch gegründet: Wie wird mein Betrieb online sichtbar?.
Wie erstellst du das Profil Schritt für Schritt?
So läuft es laut Google-Anleitung am Computer:
- In dem Google-Konto anmelden, mit dem du das Profil verwalten willst.
- business.google.com/add aufrufen und „Unternehmen zu Google hinzufügen“ wählen.
- Namen eingeben. Erscheint dein Betrieb in den Vorschlägen, wähl ihn aus. Kommt die Meldung, dass jemand anderes das Unternehmen schon bestätigt hat, kannst du die Inhaberschaft beantragen.
- Kategorie suchen und wählen.
- Frage beantworten, ob Kunden dich an einem Standort besuchen können. Ja für Laden, Praxis, Werkstatt mit Kundenverkehr: Adresse eingeben. Nein, wenn du zu Kunden fährst: Einzugsgebiet angeben.
- Telefonnummer und Website eintragen.
- Bestätigungsmethode wählen und der Anleitung folgen. Google rät, vorher alle Angaben zu prüfen.
Die Schritte sind schnell erledigt. Entscheidend sind die Angaben in Schritt 3 bis 6, denn Name, Kategorie und Adresse lassen sich später nicht mehr folgenlos ändern.
Welche Angaben musst du gleich richtig machen?
Der Name: genau wie am Schild. Laut Richtlinien heißt dein Profil so, wie dein Betrieb auch außerhalb von Google heißt: auf Schild, Website, Briefpapier. Ort, Leistungen oder Slogans im Namen sind verboten und ein häufiger Grund für Sperren. „GmbH“ und ähnliche Zusätze nur, wenn du nachweisen kannst, dass sie zum Namen gehören, etwa mit Schild oder Rechnung.
Die Kategorie: was du bist, nicht was du hast. Google empfiehlt so wenige und so genaue Kategorien wie möglich. Die Probe: „Dieser Betrieb ist …“. Eine Bäckerei mit Café-Ecke ist eine Bäckerei. Allgemeinere Kategorien ergänzt Google selbst.
Adresse oder Einzugsgebiet: je nachdem, wer zu wem kommt.
| Deine Situation | Beim Anlegen |
|---|---|
| Kunden kommen zu dir, an der Tür hängt dein Betriebsname | „Ja“ wählen, Adresse eingeben |
| Du fährst zu Kunden und arbeitest von zu Hause aus | „Nein“ wählen, nur Einzugsgebiet. Die Adresse bleibt verborgen. |
| Laden oder Werkstatt mit Kundenverkehr und Einsätze vor Ort | Adresse und Einzugsgebiet |
| Nur Briefkasten, Postfach oder virtuelles Büro | kein Profil an dieser Adresse |
Zwei Regeln aus den Richtlinien, die oft übersehen werden: Wer die Adresse zeigt, braucht dort ein dauerhaftes Schild mit dem Betriebsnamen. Und das Einzugsgebiet sollte nicht weiter als etwa zwei Autostunden reichen, mit höchstens 20 Gebieten (Städte oder Postleitzahlen).
Telefon und Website. Eine Nummer, unter der dieser Standort direkt erreichbar ist, keine Sonderrufnummer und keine Weiterleitung. Als Website keine Weiterleitungs-Adresse, die Besucher erst auf eine andere Seite schickt, etwa auf ein Social-Media-Profil. Eine Website ist laut Richtlinie keine Pflicht, Telefon oder Website reichen. Mit einer eigenen Website versteht Google aber besser, was du anbietest, und Kunden finden mehr als drei Zeilen.
So klappt es in deiner Branche
- HandwerkFährst du von zu Hause aus zu Kunden, wähl beim Anlegen „Nein“ und gib nur das Einzugsgebiet an. Google nennt genau dieses Beispiel: Klempner mit Privatadresse, die Adresse gehört aus dem Profil.
- Gastronomie & BäckereiAls Öffnungszeiten zählen laut Google die Zeiten, in denen Gäste bei dir essen können. Wähl die genaueste Kategorie, die Google für deine Küche anbietet, statt einer allgemeinen.
- GesundheitFür die Praxis gibt es ein Profil. Ärztinnen und Ärzte mit eigenem Patientenkontakt dürfen laut Google zusätzlich ein eigenes Profil mit ihrem Namen haben, angestellte Mitarbeitende nicht.
- Beauty & FitnessSalon in der eigenen Wohnung? Dann muss am Haus ein dauerhaftes Schild mit dem Salonnamen hängen, sonst darfst du die Adresse nicht zeigen. Arbeitest du mobil, wähl „Nein“ und gib dein Einzugsgebiet an.
Wie bestätigst du dein Profil?
Ohne Bestätigung sieht niemand dein Profil. Laut Google erscheinen nur bestätigte Unternehmen in Suche und Maps. Die Methode wählt Google aus, du kannst sie nicht bestimmen (Quelle):
- Telefon oder SMS: Der Code kommt nur an, wenn du den Anruf unter der Geschäftsnummer selbst annimmst. An Sprachmenüs wird er nicht ausgegeben.
- E-Mail: an die Adresse, die Google anzeigt.
- Video: Google empfiehlt diese Methode, wenn sie angeboten wird. Du zeigst Standort, Betrieb und dass du ihn führst, etwa indem du die Tür aufschließt. Ein Live-Videoanruf geht nur während deiner eingetragenen Öffnungszeiten.
- Postkarte: Der Code kommt meist innerhalb von 14 Tagen und gilt 30 Tage. Ändere so lange weder Name, Adresse noch Kategorie und fordere keinen neuen Code an.
Danach prüft Google bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger. Wenn alles klappt, kommt eine Bestätigungs-Mail. Die Fallen bei Video und Postkarte stehen ausführlich in Google-Unternehmensprofil optimieren.
Einen Bestätigungscode gibst du nie weiter. Google schreibt ausdrücklich, dass es nie nach dem Code fragt, und rät, ihn auch Personen, die dein Profil verwalten, nicht zu geben.
Wann ist dein Profil bei Google sichtbar?
Erst nach der Bestätigung, und dann nicht sofort weit oben. Google schreibt, dass es bis zu einem Monat dauern kann, bis neue Unternehmen in die Rankings aufgenommen werden. Spätere Änderungen erscheinen nach bis zu drei Tagen (Quelle).
Siehst du dich nach Wochen noch nicht, prüf zuerst, ob die Bestätigung wirklich abgeschlossen ist. Erscheint im Profil wieder der Knopf „Bestätigungsprozess“, hat sie nicht geklappt. Weitere Ursachen und was hilft: Google-Profil gesperrt oder verschwunden.
Was machst du nach der Bestätigung zuerst?
- Öffnungszeiten, Leistungen und Fotos ergänzen. Wer nur nach Vereinbarung arbeitet, soll laut Richtlinien keine Öffnungszeiten angeben.
- Um die ersten Bewertungen bitten, am besten mit dem Link oder QR-Code aus deinem Profil: Mehr Google-Bewertungen bekommen.
- Helfer als Administrator einladen, nicht als Inhaber. Inhaber bleibst du: Zugriff geben und zurückholen.
- Website verlinken. Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf Website und Profil Wort für Wort gleich sein.
In welcher Reihenfolge du das Profil danach ausbaust und welche Felder wirklich etwas bringen: Google-Unternehmensprofil optimieren.
